Guide für Verwaltung

Hausverwaltung / Orga-Admin: Trentivo als Betriebszentrale

Wie Organisation, Objekt, Einheiten, Eigentümer, Portalzugänge, Dokumente, Beschlüsse, Wirtschaftspläne, Abrechnungen und Kommunikation als System zusammenarbeiten.

Guide-Version 2026-07-08.089

Verwaltung braucht Kontext. Trentivo verbindet die Punkte.

Stand 08.07.2026. Diese Hilfe ist als Arbeitsreferenz gedacht: ruhig lesbar, nah am Portal und so formuliert, dass neue Eigentümer und Verwaltungsteams den Sinn der Plattform schnell verstehen.

Kernlogik

Organisation → Objekt → Einheit → Person → Dokument → Vorgang. Alles, was im Portal passiert, sollte an mindestens einem dieser Kontexte hängen.

Einordnung

Worum es in diesem Guide geht

Für die Verwaltung ist Trentivo als operative Zentrale gedacht. Die Plattform soll nicht einzelne Masken nebeneinanderstellen, sondern Verwaltungsarbeit entlang einer sauberen Struktur führen: Organisation, Objekt, Einheiten, Personen, Dokumente, Vorgänge, Beschlüsse und Finanzen.

Gerade bei Neubau, Übergangsverwaltung oder erster Inbetriebnahme entstehen viele parallele Aufgaben. Ohne System werden daraus E-Mails, Tabellen, Notizen und Ordner. Trentivo soll diese Arbeit in objektbezogene Pläne, Aufgaben, Dokumentbedarfe, Beschlussvorlagen und Freigaben überführen.

Die wichtigste Regel: Fachliche Daten und Benutzerzugänge sind getrennt. Ein Eigentümerdatensatz beschreibt die Person im Verwaltungszusammenhang. Der Portalzugang ist ein Access-/Benutzerthema und wird zentral gesteuert.

Kurzfassung

Was Trentivo in diesem Bereich leisten soll

  • Organisation → Objekt → Einheiten → Eigentümer/Mieter/Kandidaten als Kernstruktur.
  • Objektbezogene Verwaltungszentrale für Aufgaben, Vorgänge, Dokumente, Beschlüsse, Pläne und Abrechnungen.
  • Zentrale Benutzerverwaltung für Einladungen, Revokes, Rollen und Access-Status.
  • Sichtbarkeitslogik für objektweit, einheitenbezogen und eigentümerspezifisch.
  • Vorbereitung für WEG, SEV, Mietverwaltung, Bewerberflow, Eigentümerportal und Mieterportal.
  • Versionierte Hilfe, damit Produktänderungen und Arbeitsweise gemeinsam weiterentwickelt werden.
Prinzipien

Die wichtigsten Grundregeln

Nicht doppelt verwalten

Alles, was Benutzer, Rollen, Einladungen, Revokes oder Löschungen betrifft, gehört zentral in Access/Benutzerverwaltung. Fachseiten dürfen Status anzeigen, eine Einladung anstoßen oder zur Benutzerverwaltung verlinken, aber keine eigene parallele Benutzerlogik aufbauen.

Jeder Vorgang braucht Bezug

Ein Vorgang ohne Bezug wird später schwer auffindbar. Deshalb sollte ein Vorgang möglichst an Objekt, Einheit, Person, Dokument, Beschluss, Wirtschaftsplan oder Abrechnung hängen.

Freigaben sind fachliche Entscheidungen

Eine Unterlage in der Datenbank ist nicht automatisch portal-sichtbar. Gerade Abrechnungen, Salden, persönliche Daten und Eigentümerunterlagen brauchen bewusste Freigabe. Objektweit bedeutet nicht automatisch für alle sichtbar.

Dokumentation ist Teil des Produkts

Wenn neue Funktionen entstehen, muss die Hilfe mitwachsen. Sonst ist das Portal technisch besser, aber für Nutzer unklarer. Jede größere Änderung sollte deshalb die Guides aktualisieren.

Erste Schritte

So starten Sie sauber

1

Objekt vollständig anlegen

Objektstammdaten, Adresse, Verwaltungsart, Einheiten und Grunddaten müssen stimmen. Diese Daten sind die Basis für Eigentümerzuordnung, Dokumente, Portalzugang, Wirtschaftspläne und spätere Abrechnungen.

2

Einheiten sauber erfassen

Alle Einheitstypen sollten strukturiert aus der Objektdatenbank kommen: Wohnungen, TG-Plätze, Stellplätze, Keller, Gewerbe, Nebenflächen oder weitere Typen. Freitext sollte nur dort verwendet werden, wo es fachlich nötig ist.

3

Eigentümer anlegen und Einheiten zuweisen

Bei der Eigentümeranlage wird das Objekt gewählt und anschließend werden die zugehörigen Einheiten hinzugefügt. Bis zu 48 Einheiten pro Eigentümer sind vorgesehen, damit auch komplexe Zuordnungen möglich bleiben.

4

Portalzugang nur anstoßen, nicht parallel verwalten

Bei der Eigentümeranlage kann ein Portalzugang direkt mit Einladung angestoßen werden. Danach gehören Revokes, Benutzerstatus und Löschung in die zentrale Benutzerverwaltung.

5

Dokument- und Freigabelogik früh klären

Schon bei der Einrichtung sollte klar sein, welche Dokumente objektweit, einheitenbezogen oder eigentümerspezifisch sind. Das verhindert spätere Datenschutz- und Sichtbarkeitsprobleme.

Workflows

Typische Abläufe im Portal

1

WEG-Neubau in Betrieb nehmen

Für Neubau und Übergangsverwaltung sollte die Objekt-Verwaltungszentrale mit Standardaufgaben arbeiten: Konto, Versicherung, Hausstrom, Wasserzähler, Rauchmelder, Aufzug/Tor, Wartung, Hausmeister, Müllplatz, Schlüssel, Eigentümerdaten, Wirtschaftsplan-Grundlagen und Beschlussvorlagen.

  • Jede Aufgabe sollte einen Status, eine Fälligkeit und möglichst einen Dokument- oder Beschlussbezug bekommen.
  • Bauträger-/Übergabeunterlagen gehören nicht in lose Ordner, sondern an Objekt und ggf. Einheit.
2

Eigentümer einladen und Datenqualität sichern

Eigentümerdaten werden nicht nur erfasst, sondern bestätigt. Die Einladung bittet um Prüfung von Kontaktdaten, Anschrift, Postadresse, privaten Daten und Einheiten. Bestätigungen werden gespeichert und später im Profil sichtbar.

3

Wirtschaftsplan vorbereiten

Kostenarten, Umlageschlüssel und Vorschüsse müssen objektbezogen aufgebaut werden. Der Wirtschaftsplan kann objektweit gelten, während Einzelansichten je Eigentümer oder Einheit entstehen.

  • Kostenarten strukturiert statt Freitext sammeln.
  • Umlageschlüssel wie MEA, Einheit, Verbrauch, Fläche, Personenzahl oder Stellplatz verwenden.
  • Beschlussvorlage aus dem Plan ableiten.
4

Abrechnung erstellen und freigeben

Die Abrechnung braucht eine andere Sichtbarkeitslogik als ein allgemeiner Wirtschaftsplan. Gesamtunterlagen können objektbezogen sein, Einzelabrechnungen und persönliche Salden müssen eigentümerspezifisch freigegeben werden.

5

Beschluss und Umsetzung verbinden

Ein Beschluss sollte nicht isoliert bleiben. Nach Beschlussfassung entstehen oft Aufgaben: Vertrag abschließen, Angebot einholen, Dienstleister beauftragen, Zahlung vorbereiten oder Dokument veröffentlichen. Trentivo soll diesen Weg sichtbar machen.

6

Kommunikation mit Kontext führen

Nachrichten sollten möglichst nicht ohne Bezug geführt werden. Eine Frage zur Abrechnung gehört zur Abrechnung, eine Frage zur Einheit gehört zur Einheit, ein Hinweis zur Adresse gehört zum Eigentümerprofil. Das ist die Grundlage für spätere Historie und Audit.

Navigation

Menüpunkte und Bereiche erklärt

Dashboard

Überblick über offene Vorgänge, Aufgaben, neue Eingänge und wichtige Systemhinweise. Sollte nicht überladen werden, sondern die nächsten Entscheidungen sichtbar machen.

Objekte

Zentrale Objektverwaltung mit Stammdaten, Einheiten, Eigentümern, Dokumenten, Ereignissen, Aufgaben, Beschlüssen, Plänen und Abrechnungen.

Einheiten

Fachliche Struktur aller verwalteten Einheiten. Wichtig für Eigentümerzuordnung, Mieterbezug, Abrechnung, Dokumente und Portalrechte.

Eigentümer

Fachlicher Datensatz zur Person oder Partei. Enthält Stammdaten, Bestätigungsstatus, Einheitenbezug und Hinweise. Benutzerverwaltung bleibt getrennt.

Access / Benutzerverwaltung

Zentraler Bereich für Einladungen, Portalzugänge, Rollen, Revokes, Benutzerstatus und Löschungen. Keine parallele Benutzerlogik auf Fachseiten.

Kandidaten

Bewerber- und Interessentenflow für Vermietungsprozesse. Kann später mit SEV, Mietverwaltung und Einheiten verknüpft werden.

Dokumente

Ablage mit Kategorie, Typ, Status, Objekt-/Einheiten-/Personenbezug und Freigabelogik.

Beschlüsse

Beschlussvorlagen, Umlaufbeschlüsse, Abstimmungen, Ergebnisse, Dokumente und spätere Umsetzung.

Wirtschaftsplan

Planung von Kosten, Vorschüssen und Umlagebasis. Grundlage für Hausgeld und Beschlussfassung.

Abrechnung

Erfassung tatsächlicher Kosten, Verteilung, Salden, Einzelabrechnung, PDF und Freigabe ins Portal.

Kommunikation

Nachrichten und Vorgänge mit Bezug zu Objekt, Einheit, Dokument, Beschluss oder Abrechnung.

FAQ

Häufige Fragen und saubere Antworten

Warum braucht Trentivo getrennte DB-Felder für Sichtbarkeit?

Weil gleiche Fachobjekte unterschiedlich sichtbar sein können. Ein Wirtschaftsplan kann für alle Eigentümer eines Objekts relevant sein, eine Einzelabrechnung dagegen nur für einen Eigentümer. Diese Logik darf nicht nur in der Oberfläche stecken, sondern muss in der Daten- und Rechtebasis abbildbar sein.

Warum Eigentümergruppe nicht sofort bei der Eigentümeranlage erzwingen?

Die Eigentümergruppe ist ein eigener fachlicher Zusammenhang. Eigentümer und Einheiten können zuerst sauber erfasst werden. Danach kann die Gruppe erstellt, dem Objekt zugewiesen und mit Eigentümern befüllt werden.

Wie bleiben Hilfeseiten aktuell?

Jeder Patch, der Menüs, Workflows, Rollen, Freigaben oder Datenmodelle ändert, sollte die Guides mitpatchen. Die Guide-Version macht sichtbar, wann diese Referenz zuletzt fachlich angepasst wurde.

Was ist bei produktiver Hausverwaltung besonders kritisch?

Dev und Prod müssen getrennte Datenbanken haben. Produktive Eigentümer-, Mieter- und Objektdaten dürfen nicht mit Testdaten vermischt werden. Ebenso wichtig sind Backups, klare Rollen, saubere Freigaben und nachvollziehbare Änderungen.

Weitere Referenzen

Guides für Eigentümer, Verwaltung, Rollen und Glossar bleiben miteinander verknüpft.

Cookies & Nutzungsmessung
Wir nutzen notwendige Cookies für Login, Sicherheit und Sitzungen. Optionale, datensparsame Analyse hilft uns zu verstehen, welche öffentlichen Inhalte und Portalwege verbessert werden sollten. Im Portalbereich setzen wir kein Public-Webtracking.Datenschutz